Dr. Ruediger Dahlke wurde in Berlin geboren, wuchs in Freising auf und studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Humanmedizin. 1978 promovierte er mit der Arbeit Zur Psychosomatik des kindlichen Asthma bronchiale. Mitte der 1970er Jahre begann die Weiterbildung zum Arzt für Naturheilweisen und in verschiedenen Psychotherapie-Richtungen aus dem Bereich der humanistischen Psychotherapie. An Thorwald Dethlefsens Institut für außerordentliche Psychologie machte er eine Ausbildung zum Reinkarnationstherapeuten und wirkte dort von 1977 bis 1989. Zusammen mit seiner Frau Margit gründete er 1990 das Heilkundezentrum in Johanniskirchen in Niederbayern. Als Grundlage der therapeutischen Arbeit des Heilkundezentrums wird die Hermetik des Hermes Trismegistos benannt, in Dahlkes Büchern „Schicksalsgesetze“, „Schattenprinzip“ und „Lebensprinzipien“ dargestellt. Aus: Wikipedia
Wir sprachen mit Dr. Dahlke.
1) Tamagan – nach Jürgen Fliege ein “Kleinod”. Was ist das Besondere?
In TamanGa habe ich zusammen mit meiner Partnerin unseren Traum von einem Seminarzentrum verwirklicht. Wir haben nach dem Motto „weniger ist mehr“ in allen Bereichen auf Qualität statt Quantität gesetzt und zum Beispiel die drei Unterkunftshäuser aus bestem Lerchenholz und Lehm gebaut, ohne Metall und Leim, haben ökologisch beachtet was heute möglich ist an Solar und Photovoltaik, mit eigenem Hackschnitzel-Heizwerk. Aber auch schwingungsmäßig haben wir unsre Träume umgesetzt. Jedes der über 12000 m2 Eichenparkett-Bretter ist mit einem Chip versehen, der die Energie eines Kraftortes vermittelt, im Giebel jeden Hauses hängen Geonado-Wellen, dafür kein W-Lan, aber in jeder Klause, wie wir die individuell gestalteten Zimmer nennen, ein Lan-Kabelanschluss, das Wasser ist mit verschiedenen Methoden auf das Niveau von Heilwasser gebracht usw. So ist TamanGa ein absolut ruhiger Ort ohne den üblichen Wellensalat in der Atmosphäre.
Der Traum, an dessen Verwirklichung wir weiter arbeiten, sieht vor, das pflanzlich-vollwertige Essen wesentlich aus dem eigenen großen Biogarten zu beziehen… usw. Aber auch inhaltlich haben wir uns vieles geleistet, was ich in 30 Seminarjahren so erträumt hatte, vom schönsten Saal mitten in der Natur frei von Lärm bis zu Schwimmteichen ohne Chemie von körperwarm bis kalt, sogar einen Schlammteich für Erdrituale und Schlammschlachten… ein offenes Yogahaus, eine runde Jurte usw.
Aber die Kehrseite: wir haben es bis auf die Wochen der Fasten-Seminare erstmal still gelegt, weil wir beide, Rita und ich, mit den Führungsaufgaben überfordert sind, finanziellen Druck von der Bank bekamen und absurde Auflagen.
Im Augenblick suchen wir Menschen, die sich die Führung solch einen Betriebes auf Hotel- und Restaurant-Ebene zutrauen – und das sind inzwischen an die 30 und so hoffen wir, dass es noch in diesem Jahr auch mit anderen Seminaren und regulärem Hotelbetrieb weiter geht. Wir werden dann wohl das Essen von „Peace-Food“, was rein pflanzlich-vollwertig meint, auf vegetarisch-vegan, je nach Wunsch umstellen, da waren wir der Zeit wohl zu weit voraus…
2) Gibt es für 2014 nur noch freie Plätze für Fasten?
Wir machen 2014 erstmal nur meine fünf traditionellen Fasten-Wochen dort, und das Frühlingsseminar „Körper – Tempel der Seele“ ist wohl jetzt schon ausgebucht, für „Fasten – Schweigen – Meditieren“ gibt es auch nur noch wenige Plätze mit Schlafmöglichkeit in der Umgebung. Für Herbst wird es aber noch genug Plätze haben.
3) Sie haben mehr als 50 Bücher geschrieben. Welches liegt Ihnen am meisten am Herzen?
Das ist wie mit eigenen Kindern, die liegen einem alle am Herzen. Aber ganz besonders sind es sicher „Peace-Food“ und „Peace-Food – das vegane Kochbuch“ (GU), weil darüber soviel für die eigene Gesundheit, aber auch im Hinblick auf die Hungerkatastrophe dieser Erde, ökologisch und für die Tiere zu erreichen ist.
Dann liegt mir die Trilogie „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben”, „Das Schattenprinzip“ und “Lebensprinzipien” (Goldmann-Arkana) am Herzen, weil sie eine sichere Lebensgrundlage und Zugang zum Lebenssinn vermittelt, was heute so besonders fehlt.
Mein jüngstes ist mir ebenfalls ein Herzensanliegen „Das Buch der Widerstände“ (Goldmann). So wie “Krankheit als Symbol”(Bertelsmann) ein Nachschlagewerk für die Symptome und ihre Bedeutung ist und sich inzwischen mit über 20 Auflagen in vielen Haushalten etabliert hat, bietet „Das Buch der Widerstände“ die selbe Chance für alle möglichen anderen Probleme. Wir können an Problemen wie an Symptomen wachsen, wenn wir ihren Inhalt und Sinn verstehen.
4) Das Schatten-Prinzip: Wir sollen uns mit unserer dunklen, verborgenen Seite aussöhnen. Haben alle Menschen diese “dunkle Seite?”
Ja, wir leben alle mit Licht- und Schattenseiten. Lediglich ein voll verwirklichter, komplett erwachter Mensch wie etwa der Gautama Buddha oder Jesus Christus, sind voll bewusst, erleuchtet und ohne Schattenanteil. „Das Schattenprinzip“ (Goldmann-Arkana) erlaubt, sich dem Thema in Eigenregie zu nähern, auch praktisch mittels der beiliegenden CD.
Ansonsten ist das eines meiner Hauptthemen, die ich etwa auch in der Mediziner-Ausbildung „Integrale Medizin“ sehr betone. Alle Krankheitsbilder sind eben auch Ausdruck von Schatten.
5) Der Dahlke-Kanal/Channel – eine tolle Idee. Aber wohl teuer. Wo erfahren wir mehr? Sendezeit, Sendeplatz.
Das Gegenteil ist der Fall, er kostet den Nutzer nichts, sondern finanziert sich über Werbung von Google. Es handelt sich um Internet-TV, d.h. jeder kann sich jederzeit ansehen, was er will. Dort findet man Vorträge von mir zu selteneren Themen, die ich vielleicht mal auf Kongressen gehalten habe wie etwa kürzlich zum Thema Krebs, aber auch viel anderen Bildmaterial, zu dem wir die Rechte haben.
Die Zugangsdaten: https://www.youtube.com/user/weloadtvdahlke?feature=watch
6) Wie läuft Ihr Zentrum in Johanniskirchen? Gibt es “win-win” mit Tamangan?
Das Heil-Kunde-Zentrum in Johanniskirchen läuft seit über 20 Jahren mit seinem Schwerpunkt auf Psychotherapie und läuft natürlich auch weiter. Meine Ex-Frau Margit leitet es, und so wie wir auch weiterhin Bücher zusammen schreiben, arbeiten wir auch bezüglich der Zentren zusammen. Und das läuft optimal, da wir uns weiter gut verstehen und unterstützen. In Johanniskirchen werde ich auch in diesem Jahr wieder ein Wochenendseminar geben.
7) im “Schatten”-Vorwort schreiben Sie dankbar von einem Schatz. Wie wichtig sind Schätze im Leben/in Ihrem Leben?
Das bezieht sich auf Rita Fasel, meine Schweizer Partnerin, die mich in wundervoller Weise unterstützt, mir den Rücken zum Schreiben freihält und auch sonst das Leben wert- und genussvoller macht. Sie ist mir wirklich ein Schatz, auch in dem Sinne, dass sie mir Schatten spiegelt, und unser Schatten ist ja tatsächlich unser größter Schatz. Der Volksmund sagt nicht umsonst „unsere bessere Hälfte“
Danke für Ihre Antworten.
Gern geschehen. Ruediger Dahlke
Interview: Sabine Linek/Uli Pape
GESCHICHTE
Über den Arzt und Autor Dr. med. Ruediger Dahlke
1951 im Osten von Berlin geboren, gelangte ich mit meinen Eltern und ab dem 8. Lebensjahr mit meiner Mutter über viele Stationen von Berlin übers Ruhrgebiet nach Bayern, wo ich Abitur machte und mein Medizinstudium in München absolvierte. Aus Neugier und Frustration über die mich in ihren Möglichkeiten und in ihrer Art enttäuschende Schulmedizin lernte ich verschiedene Naturheilverfahren und vor allem Homöopathie. Aus Frustration über meine eigenen Barrieren und Hemmnisse begann ich gleich zu Beginn des Studiums eine analytische Psychotherapie. Während und nach dem Studium reiste ich viel und erlebte in verschiedenen Kulturen andere, mich faszinierende Heil-Methoden von Geist-Chirurgen auf den Philippinen über schamanistische Rituale bis zu Meditations-Heilungen in indischen Ashrams. Nach einem desillusionierenden Jahr in der Klinik und der Enttäuschung durch die Psychoanalyse, sowohl von der Dissertation her wie auch durch die eigene Therapie, wendete ich mich spirituellen Psychotherapien wie die Reinkarnations-Therapie zu. Daraus ergab sich eine 12-jährige Zusammenarbeit mit Thorwald Dethlefsen, mit dem ich Reisen, Seminare und das Buch „Krankheit als Weg“ machte. Die Krankheitsbilder-Deutung hatte ich in meiner Praxis als Arzt für Naturheilweisen in seinem Münchner Institut entwickelt aus den Erfahrungen der Psychotherapie und den Grundgesetzen der hermetischen Philosophie. Sie wurde zur zentralen Säule meiner frühen ärztlichen Arbeit. Mit großer Begeisterung und mit dem mir eigenen Fleiß begann ich die Medizin unter diesem Gesichtspunkt aufzuarbeiten, woraus die Bücher „Krankheit als Sprache der Seele“, “Frauen-Heil-Kunde“, „Aggression als Chance“, „Depression – Wege aus der dunklen Nacht der Seele“, „Verdauungsprobleme“, „Herz(ens)probleme“, „Gewichtsprobleme“, „Das Raucherbuch“ und später „Krankheit als Sprache der Kinder-Seele“ entstanden und vor allem das Nachschlagwerk “Krankheit als Symbol“, das sich zu einem Standartwerk ganzheitlicher Psychosomatik unter Einschluss der spirituellen Dimension entwickelte. Parallel dazu entstanden zahlreiche CDs, um diese Erkenntnisse in Fleisch und Blut überzuführen und daraus ein Programm für beide Gehirnhälften zu machen. Die Bücher bedienen vor allem die archetypische linke männliche Hälfte, die geführten Meditationen auf CD die archetypisch weibliche rechte Gehirnhälfte.
Meine Buchprojekte, die das Ziel haben, modernen Menschen die Chance zu eröffnen, aktuelle Probleme mit Hilfe des alten Wissens zu durchschauen und zu lösen, dehnten sich mit der Zeit auch auf die Lebensübergänge aus, was in dem grundlegenden Buch „Lebenskrisen als Entwicklungschancen“ deutlich wird, aber auch Jahre später noch mit „Die große Verwandlung – wir sterben und werden weiter leben“ einen wesentlichen Meilenstein erhielt.
In Ausbildungen zur „Archetypischen Medizin“ lehrte ich dieses Krankheits-Verständnis und die zugrunde liegende Philosophie und gründete nach der Trennung von Dethlefsen 1989 mit Margit, der Frau meiner ersten Lebenshälfte und Mutter unserer Tochter Naomi, das Heil-Kunde-Zentrum in Johanniskirchen, das sich zu einem Ort spiritueller Therapie entwickelte und das sie mit den Mitarbeitern der ersten Stunde bis heute weiter führt. In Zusammenarbeit mit Margit entstanden neben dem Heil-Kunde-Zentrum und einem Hof für die Unterkunft der Patienten wichtige Bücher und Seminare. An “Frauen-Heil-Kunde” und „Der Weg ins Leben“ wirkte auch der Freund Volker Zahn mit, damals Prof. für Gynäkologie an der Universität München und Chefarzt in Straubing.
In diesen Jahren der Psychotherapie, die 27 Jahre einen Schwerpunkt in meinem Leben ausmachte, entwickelte ich Methoden wie das „Mandala-Malen“, das sich aus Auseinandersetzung mit C.G. Jungs Werk ergab. Aber vor allem auch der „verbundene Atem“, ein wundervoller Weg zur Erfahrung und Förderung der eigenen Lebensenergie, drängte sich parallel zur Psychotherapie geradezu auf und entwickelte nach vielen Ausbildungen im Netzwerk www.verbundenerAtem.net ein erfreuliches Eigenleben.
Nach 20 Jahren Ausbildungen in „Archetypischer Medizin“ beendete ich diese Arbeit und stellte mich auf meine zweite Lebenshälfte ein. Die Winter in Bali wurden zu einer Quelle der Ruhe und Inspiration, der Meditation und des Schreibens. Mit Rita, der Frau meiner Träume in vieler Hinsicht, gewann Bali immer größeren Stellenwert, so dass ich hier seit Jahren des Wanderlebens zum ersten Mal wieder sesshaft wurde. Hier nahmen weitere Deutungsprojekte in Buchform Gestalt an wie vor allem „Körper als Spiegel der Seele“ und „Die Spuren der Seele – was Hand und Fuß über uns verraten“, das zusammen mit Rita Fasel entstanden, ihr Interessen-Gebiet in den Mittelpunkt stellte.
Aus unserem Zusammenleben entwickelte sich immer mehr Dynamik, der Abschluss des Alten rief geradezu nach Neuem. Statt uns im Angesicht meines 6. Lebensjahrzehnts dauerhaft zur Ruhe zu setzen, begann ich wieder mit wachsender Begeisterung zu schreiben und wir gingen an die Umsetzung alter Träume. In der Südsteiermark erwarben wir ein wundervolles Stück Österreich, fanden wundervolle Menschen dazu und begannen Planung und Bau eines Lebens- und Seminar-Zentrums nach eigenen Vorstellungen auf der Basis unserer Philosophie, wie sie sich in der Trilogie des alten Wissens niederschlägt.
Parallel stellte ich erfreut fest, dass Mitarbeiter und Schüler meine Kursinhalte aufgreifen und weiterführen wollten, woraus sich die Akademie Dahlke und die APL (Angewandte Prinzipien des Lebens)-Ausbildungen ergaben, die nun das Grundlagen-Wissen Interessierten in Wochenend-Seminaren in vielen deutschsprachigen Städten nahebringen.
Schon vorher hatte ich begonnen an der Buch-Trilogie über dieses Wissen zu schreiben, die mit den Titeln „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“, „Das Schattenprinzip“ und dem gerade erschienenen „Lebensprinzipien“ schon gleich von Beginn an zu einem großen Erfolg wurde. Die beiden ersten Bücher wurden sofort zu Bestsellern, was zeigt, wie groß das Bedürfnis nach diesem grundlegenden Wissen auch unter modernen Menschen ist. Besonders erfreulich empfand ich persönlich, dass ich – via Internet – dabei weiterhin auf die bewährte Zusammenarbeit mit Margit bauen konnte, während ich mit Rita unsere neue Zukunft in der steirischen Toskana baute.
Mit dieser Trilogie des alten Wissens und den zugehörigen CDs verfolge ich zwei Absichten: dem Wissen in möglichst großen Bevölkerungskreisen eine breite Basis zu verschaffen, und den Wissenshungrigen eine realistische Chance, durch eigenes Lernen in diese Philosophie, die mein Leben so entscheidend bestimmt und bereichert hat, hineinzuwachsen.
Die Entstehung der APL-Seminare und der Erfolg der Trilogie des alten Wissens gaben mir den Schwung, die weiterführenden Seminar-Wochen der „Archetypische Medizin“-Reihe – jetzt mit dem Ziel APL-Master – wieder aufzunehmen und neu zu gestalten. Ich freu mich auf diesen neuen Abschnitt, der für mich schon im November 2011 mit dem Seminar „Körper-Bewusstsein“ beginnt. In den folgenden Jahren sollen die Seminare „Seelen-Bewusstsein“, „Übergangs-Bewusstsein“, Lebensprinzipien-Bewusstsein“ und „Mythen-Bewusstsein“ folgen.
Im März planen wir mit unserem Fasten-Kurs „Unser Körper – Tempel der Seele“ die inoffizielle Eröffnung unseres neuen Zentrums TamanGa, die offizielle im April 2012. Wir setzen auf Neubeginn und freuen uns auf die kommende Zeit der Umbrüche, die wir mit unseren Ideen und unserer Energie bereichern wollen.
In TamanGa haben wir dazu die alte Kunst des Holz- und Lehmbaus mit moderner Solar-, Photovoltaik- und Hackschnitzel-Heiz-Technologie, mit den Erkenntnissen der spirituellen Schwingungslehre verbunden – ganz ähnlich wie wir in unserer Arbeit das alte Wissen mit den Anforderungen der neuen Zeit verbinden werden.
Inzwischen liegen meine ca. 50 Bücher in 230 Übersetzungen in 26 Sprachen vor. Ich leite weiterhin, nun seit über 30 Jahren Fastenseminare und Ausbildungen und seit einigen Jahren auch Fachfortbildungen für eine deutsche Ärztekammer.
Mein neuestes Buch „Peace-Food“ ist nicht zufällig ein Versuch, dem zugegebenermaßen hohen eigenen Anspruch gerecht zu werden als Arzt der Menschen, Freund der Tiere und Anwalt der Erde zu innerem und äußerem Frieden beizutragen.
Informationen unter www.dahlke.at und www.mymedworld.cc